Juan Diego Flórez - Biographie
Juan Diego Flórez entdeckte seine Liebe zur klassischen Musik bereits in seiner peruanischen Heimat, inspiriert durch seine Eltern. Er begann mit 17 Jahren am Nationalkonservatorium in Lima zu studieren, wo man seine Begabung erkannte. Schon kurz nach seiner Berufung in den Nationalchor wurde er mit Solopartien in Messen von Mozart und Rossini betraut. 1993 gewann er ein Stipendium für das Curtis Institute of Music in Philadelphia.
Noch nicht einmal zehn Jahre ist es her, dass Juan Diego Flórez als Neuling beim Rossini-Festival in Pesaro für einen indisponierten Kollegen einspringen musste. Flórez triumphierte und schaffte damit den Durchbruch zur Weltkarriere. Es folgten Auftritte an der Mailänder Scala, der New Yorker Metropolitan Opera und im Londoner Royal Opera House, Covent Garden. Auch an der Wiener Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper in München, der Deutschen Oper Berlin und dem Opernhaus Zürich feierte das Publikum den Ausnahmeinterpreten in seinen Paraderollen. Jüngst huldigten ihm die Besucher im Madrider Teatro Real mit minutenlangen Ovationen für seine überragende Darstellung des Grafen Almaviva in Rossinis Barbier von Sevilla. „Der Tenor, auf den die Welt gewartet hat“, schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung.Placido Domingo bescheinigte Juan Diego Flórez sämtliche „Eigenschaften eines lyrischen Tenors mit einer außergewöhnlichen Höhe“. Er verfüge über „ein wunderbares Legato, eine großartige Technik und eine phantastische Leichtigkeit, die seine erstaunlich bewegliche Stimme wie Champagner klingen lasse“.
Auch Luciano Pavarotti zollte dem oft als sein Nachfolger bezeichneten Kollegen besonderen Tribut für „mühelose Höhe, enorme Konzentration und bewundernswerte Kraft, mit der er selbst schwierigste Partien bewältige“. Pavarotti rühmte insbesondere Flórez Interpretation der Arie Ah mes amis aus Gaetano Donizettis La fille du régiment, in der das hohe C neunmal in kurzer Folge gemeistert werden muss.
Bei seinem Operndebüt in Pesaro in Matilde di Shabran überzeugte er alle Kritiker mit seiner enormen Ausdrucksfähigkeit und seinem phänomenalen Koloraturgesang, mit dem er lange als unsingbar geltende Passagen hörbar machte. Flórez glänzte mit einer bemerkenswert flüssigen, klar artikulierten Ausführung, ohne die üblichen Erleichterungen einzufügen. Er verzauberte mit Grazie und Vitalität, verblüffte durch offene Freude und Spaß beim Singen. Die Opernwelt horchte auf und Riccardo Muti verpflichtete Flórez für Glucks Armide an die Mailänder Scala. Beim Wexford Festival trat er in Don Pasquale und L’Étoile du Nord auf. In den beiden folgenden Jahren erweiterte er sein Repertoire um mehrere Rossini-Opern, Bellinis La sonnambula sowie zwei wichtige Raritäten von Donizetti, bevor er mit dem Fenton in Falstaff seine erste Verdi-Partie sang.
Juan Diego Flórez debütierte in London und Wien sowie in den anderen führenden Opernhäusern Europas. In Covent Garden begeisterte er als Rodrigo in Rossinis Otello und in der Paraderolle des Don Ramiro in La Cenerentola, in der er mit der Arie Si, ritrovarla io giuro ein vokales Glanzlicht bot. An der Met in New York feierte man Juan Diego Flórez in Il barbiere di Siviglia, La Cenerentola und L’italiana in Algeri und Don Pasquale.
Website http://www.juandiegoflorez.com